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Der Vergleich hinkt


Oft heißt es, vergleiche dich nicht mit anderen, du bist nicht sie.

Ich habe lange darüber nachgedacht, diese Aussage von vielen Seiten beleuchtet und bin zu folgender Überzeugung gekommen:

Vergleiche dich mit anderen!

Wenn du mir aufmerksam folgst, bist du in einem meiner letzten Blog über die Spiegelgesetze gestoßen. Was genau die besagen und wie sie sich auf dich und Leben, beruflich wie privat auswirken, möchte ich dir folgend erklären.

Spiegelgesetz #1

Alles was mich an meinem Gegenüber stört, ärgert, aufregt, und ich anders haben will, habe ich in mir selbst und lehne sie in mir ab.

Das heißt also, wenn du bei deinem Gegenüber, Eigenschaften ablehnst, darfst du auch immer bei dir hinsehen und schauen, was genau dahinter steht.

  • Was genau stört mich?
  • Warum stört es mich?
  • Wo verhalte ich mich genau so wie es mein Gegenüber tut?
  • Wie fühle ich mich dabei?
  • Was kann ich tun, um das Thema bei mir aufzulösen?

Im Beispiel meines letzten Blogs habe ich gewisse Eigenschaften meines Chefs abgelehnt und bei näherem Hinsehen festgestellt, dass ich all diese Eigenschaften, auf eine andere Art, auch in mir habe.

Die Selbstgefälligkeit, die ich meinem Chef unterstellt hatte, hatte ich schon allein deshalb in mir, weil ich mir erlaubt habe, überhaupt in so einer Art über ihn zu sprechen.

Als ich das für mich erkannt hatte, war ich schockiert, konnte es selbst nicht glauben. Ich hatte ein ganz anderes Bild von mir und doch, war ich genau das, was ich meinem Chef vorwarf:

Selbstgefällig, überheblich und ich dachte, ich sei etwas besseres.

Im Coachingprozess habe ich das Thema auflöst und Frieden mit meinem Chef, meiner Selbstgefälligkeit und mir geschlossen. Ab da konnte ich meinen Chef und auch mich mit anderen Augen sehen.

Alles, was wir in uns haben, wird uns im Außen gezeigt. Jedes noch so kleine, manchmal auch hässliche Detail kommt zum Vorschein und zeigt uns, was wir in uns tragen, was wir denken, ausstrahlen und tun.

Um daran etwas zu verändern, müssen wir uns verändern, unsere Gedanken- und Verhaltensmuster analysieren und akzeptieren, dass keiner uns von frei von Fehlern ist.

Wenn du also das nächste Mal über deinen Chef, Kollegen oder Gast urteilst, frage ich einmal, was genau du ablehnst und wo du dich genauso verhältst wie dein Gegenüber.

Spiegelgesetz #2

Verletzt es mich, wenn mein Gegenüber etwas an mir kritisiert und verändern will, ist es in mir noch nicht erlöst, also mein Thema.

Das heißt, du gehst in Resonanz mit dem, was dein Gegenüber gesagt sagt und fängst sofort an, dich unwohl zu fühlen.

Ich habe das auch oft erlebt und an mir und meinen Fähigkeiten gezweifelt. Ich war mir meiner Sache nicht sicher und hatte gewisse Themen für mich noch nicht geklärt.

Ich erinnere mich an eine Situation, in der ich als stur bezeichnet wurde. Sofort habe ich mich angegriffen gefühlt und schlug verbal zurück.

Würde mir heute jemand sagen, dass ich stur sei, würde das nichts mehr mit mir machen. . Warum? Weil ich für mich das Thema Stur sein geklärt habe.

  • Stur sein bedeutet zum einen nicht imstande, nicht willens zu sein, sich auf jemanden, etwas einzustellen, etwas einzusehen.
  • Stur sein bedeutet auch eigensinnig an seinen Vorstellungen festzuhalten.
  • Stur sein bedeutet aber auch von etwas nicht abzuweichen. (sagt der #Duden)

Ich habe mir also damals folgende Fragen gestellt:

  • Bin ich nicht imstande oder willens mich auf jemanden oder etwas einzustellen? Und wenn nein, wann bin ich so?
  • Halte ich eigensinnig an meinen Vorstellungen fest?
  • Weiche ich von etwas nicht zurück? Wenn nicht, wann tue ich das?

Und siehe da, ich kam auf folgende Antworten:

  • Nein, ich bin nicht imstande mich auf jemanden oder etwas einzustellen, wenn dies meinen Werten widerspricht.
  • Ja, ich halte eigensinnig an meinen Vorstellungen, wenn ich daran glaube, dass es mir gut tut und andere nicht verletzt.
  • Nein, ich weiche nicht zurück, wenn ich überzeugt davon bin, dass mein Plan funktioniert.

Du siehst also: ICH BIN STUR und auch ein bisschen stolz drauf, denn es hat mich in meinem Leben schon weiter und mich meinen Zielen näher gebracht.

Schau dir also immer genau an, bei welchem Thema du in Resonanz gehst und was du für dich daraus lernen kannst.

Spiegelgesetz #3

Wenn mein Gegenüber mich kritisiert, mir etwas vorwirft, anders haben will und mich das nicht berührt ist es sein Thema und er lehnt es in sich ab.

Das heißt also, um das Thema Stur sein noch einmal aufzugreifen, wenn ich damals nicht in Resonanz gegangen und entspannt geblieben wäre, als mir mein Gegenüber vorgeworfen hat, ich sei stur, hätte ich sofort erkannt, dass er ein Thema mit dem Stur sein hat.

Er darf sich also selbst einmal hinterfragen, wann er stur ist, wie sich seine Sturheit äußert und was genau er über Stein sein überhaupt denkst.

Vielleicht magst du ihn sogar dabei unterstützen, indem du ihn in einem ruhigen Moment einmal fragst, warum er sich so über dich geärgert und was ihn getriggert hat.

Spiegelgesetz #4

Alles was mir an meinem Gegenüber gefällt, was ich an ihm liebe, habe ich selbst in mir und liebe es.

Oft ist uns das gar nicht bewusst. Wir finden, dass unser Gegenüber sooo toll ist und dies und jenes sooo großartig macht und wissen dabei gar nicht, dass wir dieses Tolle und Großartige auch in uns haben.

Viele Eigenschaften, die wir seit unserer Geburt in uns haben, sind durch unsere Erfahrungen, unsere Erziehung und Prägungen von außen, in den Hintergrund gerückt. Wir leben unser Leben, so gut wie wir es eben gelernt haben, und wissen gar nicht mehr, welche Talente und wundervollen Eigenschaften ins uns schlummern.

Irgendwann begegnen wir dann verschiedensten Menschen, finden diese oder jene Eigenschaft wunderbar oder bewundern diese oder jenes Talent. Alles, was in uns ist, spiegelt sich im Außen.

Gehe also einmal auf die Suche nach deinen verborgenen Talenten und Eigenschaften. Aktiviere sie und lebe sie.

Du hast alles in dir und du darfst es bei dir genauso toll und großartig finden wie bei anderen.

In allen vier Spiegelgesetzen steht für ganz klar für mich fest: VERGLEICHE DICH MIT ANDEREN.

Schau, was du im Anderen ablehnst, womit du in Resonanz gehst, wenn jemand etwas an dir kritisiert, was dich kalt lässt, wenn es ein Anderer an dir kritisiert und was du an Anderen liebst.

Nur, wenn du dich mit anderen vergleichst, wirst du genau diese Fragen für dich beantworten können.

Vergleiche dich nicht mit anderen!

Vergleiche dich nicht mit anderen, wenn es um Geschwindigkeiten und Talente, die du nicht beeinflussen kannst, geht.

Jeder Mensch erreicht seine Ziele in seinem Tempo. Nur, weil dein Kollege vielleicht schon diese oder jenes in seinem Leben erreicht hat und du noch auf dem Weg dahin bist, heißt das nicht, dass du falsch bist.

Du gehst deinen Weg in deinem Tempo mit den Möglichkeiten, die du hast. Eine Schnecke wird immer etwas später am Ziel ankommen als ein Hase.

Auch wird es manchmal Dinge geben, die du gar nicht leisten kannst. Eine Schildkröte wird niemals fliegen können. Auch das ist in Ordnung. Jeder ist wie er ist und macht das, was er am besten kann.

Also höre in diesen Fällen auf, dich du vergleichen. Das macht dich unglücklich und krank. Du setzt dich und deinen Körper einen Druck aus, dem ihr beide nicht dauerhaft standhalten könnt.

Besinne dich auf deine Eigenschaften, Fähigkeiten und Talente und gehe los, in deiner Geschwindigkeit.

Fazit – und jetzt?

Du siehst also, es gibt weder ein richtig oder falsch. Es ist eine Frage des Blickwinkels.

Nutze die Spiegelgesetze um herauszufinden, was alles in dir ist, dich und dein Leben beeinflusst und auch, um dich positiv zu verändern. Aber vergleiche dich nicht mit anderen, wenn es um Dinge geht, die du nicht aktiv beeinflussen kannst und dich unglücklich machen.

Alles Liebe,
deine Cornelia

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